Pflegeberater*in – Berufsbild

Elisabeth Busche Bildungsberatung / Lehrgangskoordination

Berufsbild / Arbeitsmarktperspektive

Das Thema Pflegeberatung hat in Deutschland in den letzten Jahren immer mehr an Wichtigkeit zugenommen. Das liegt zum einen an der demografischen Entwicklung der Bevölkerung, aber auch daran, dass seit 2009 alle Pflegebedürftigen einen gesetzlichen Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch ausgebildete Pflegeberater*innen haben.

Als Pflegeberater*in unterstützen Sie Pflegebedürftige und ihre Angehörige bei der Auswahl und Inanspruchnahme aller notwendigen Hilfe- und Pflegeleistungen. Sie geben den Pflegebedürftigen in ihren oft komplexen Problemlagen Orientierung und Transparenz, so dass sie einen umfassenden Überblick über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten bekommen.







viel wenig

Arbeit mit Menschen

Kreative Arbeit

Verwaltung & Planung

Körperliche Arbeit

Neugier & Einsatz

Derzeit haben 2,1 Millionen pflegebedürftige Menschen einen Anspruch auf Pflegeberatung. Die Pflegeberatung ist genauso individuell wie jeder zu beratende Mensch. Zum individuellen Fallmanagement gehört die Feststellung und Erfassung des Hilfebedarfs. Daraus wird dann der persönliche Versorgungsplan des zu Beratenden entwickelt.

Schwerpunktthemen sind alle Fragen rund um die Pflege, Leistungen der Pflege- und Krankenkassen oder Sozialleistungen des Staates. Die Pflegeberatung bietet eine Vielzahl von unterstützenden Maßnahmen. In Zeiten, in denen die Menschen immer älter werden und sich oft ohne familiäre Unterstützung zurechtfinden müssen, sind Pflegeberater gesucht.

Pflegeberater*in nach §7A SGB XI

Fernlehrgang
Dauer: 12 Monate (Teilzeit)
Abschluss: Zertifikat FBB

Pflegeberater*in nach §7A SGB XI

Fernlehrgang
Dauer: 5 Monate (Vollzeit)
Abschluss: Zertifikat FBB

Pflegeberatung nach §45 SGB XI

Fernlehrgang
Dauer: 4 Monate (Teilzeit)
Abschluss: Zertifikat FBB

Pflegeberatung nach §45 SGB XI

Fernlehrgang
Dauer: 2 Monate (Vollzeit)
Abschluss: Zertifikat FBB

Voraussetzungen und Perspektiven

Was wird von mir erwartet?

Die hohen Anforderungen an die Pflegeberatung erfordern qualifiziertes Personal.

Sie sollten selbstständig arbeiten können und Ihre Tätigkeit eigenverantwortlich ausführen.

Neben Ihrer Fachkompetenz erfordert der Beruf als Pflegeberater*in Kommunikationsstärke, psychische Belastbarkeit sowie Einfühlungsvermögen. Pflegeberater*innen haben häufig mit Menschen zu tun, die durch die Pflegebedürftigkeit von Familienmitgliedern in sehr schwierige Lebenssituationen gekommen sind. Als sozial kompetente Persönlichkeit sind Sie in der Lage, die Aufgaben und die Rolle als Pflegeberater*in nicht nur im Büro, sondern auch vor Ort bei den Pflegebedürftigen professionell auszuüben.
Professionalität beweisen Sie durch ein gut organisiertes Fallmanagement, Ihr Rechtswissen und Ihre Fähigkeit ein gut funktionierendes Netzwerk aufzubauen.

Für Ihre Hausbesuche oder Gesprächstermine bei Partnern (z. B. Versicherungsunternehmern) sind Mobilität und flexible Einsatzbereitschaft wichtig.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten werde ich übernehmen?

Die Tätigkeiten der Pflegeberatung sind vielseitig, und neben dem pflegerischen Fachwissen konzentrieren Sie sich auf folgende Bereiche:

Fallmanagement/Casemanagement

  • Den Hilfebedarf des Pflegebedürftigen ermitteln
  • Die Erstellung eines individuellen Versorgungsplanes mit allen erforderlichen Hilfen
  • Die Vermittlung, Koordinierung und Vernetzung aufeinander abgestimmter medizinischer, pflegerischer und sozialer Versorgungs- und Betreuungsangebote
  • Die Durchführung der Maßnahmen überwachen und gegebenenfalls anzupassen
  • Den Hilfeprozess dokumentieren und auswerten

Rechtsberatung

  • Beratung zu sozialrechtlichen Fragen, zur Auswahl und Nutzung von Leistungen und vielfältigster Hilfsangebote
  • Hilfestellung zum Nutzen der möglichen Leistungen, z.B. beim Ausfüllen von Anträge
  • Aufklärung über Prävention und Rehabilitation
  • Information über Möglichkeiten zur Entlastung von Pflegepersonen

Kommunikation

  • Gespräche mit Pflegebedürftigen und Angehörigen, Ärzten, Versicherungen, Kliniken, ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, Vermietern, Freiwilligenagenturen etc.
  • Vernetzung aufeinander abgestimmter pflegerischer und sozialer Versorgungs- und Betreuungsangebote.

Mit welchen Arbeitsmitteln/-gegenständen werde ich arbeiten?

Für eine kompetente Beratung werden Sie regelmäßig Fortbildungen zu aktuellen rechtlichen Änderungen benötigen und Gesetztestexte und Fachliteratur zu Rate ziehen.

Im Laufe Ihrer Tätigkeit werden Sie ein gutes und professionelles Netzwerk von Institutionen aufbauen, um Ihre Tätigkeit professionell und mit der notwendigen Unterstützung erledigen zu können.

Um schnell reagieren zu können, sollten Sie sich im Internet auskennen und die E-Mail-Korrespondenz beherrschen. Der Umgang mit moderner Bürotechnik (z.B. Office-Programme, spezielle Softwarelösungen für die Beratung, Datenbanken etc.) ist je nach Arbeitsbereich denkbar.

Für Ihre Außentermine kann ein Führerschein und ggf. ein eigener PKW notwendig sein.

In welchen Bereichen kann ich tätig sein?

Mit Ihrer erworbenen Zusatzqualifikation können Sie z.B. in folgenden Arbeitsbereichen Fuß fassen:

  • in den Pflegestützpunkten der Länder
  • bei Kranken- und Pflegekassen
  • im Überleitungsmanagement von Krankenhäusern oder Rehakliniken
  • in der Beratung von ambulanten Pflegestationen
  • im Sozialdienst von stationären Pflegeeinrichtungen
  • in ärztlichen Schwerpunktpraxen und bei Praxisnetzen
  • bei Wohlfahrtsverbänden
  • bei Sozialämtern
  • als Freiberufler*in
  • in privaten Pflegeberatungsfirmen

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