Pflegehelfer*in – Berufsbild

Elisabeth Busche Bildungsberatung / Lehrgangskoordination

Berufsbild / Arbeitsmarktperspektive

Aufgrund des demographischen Wandels steigt der Bedarf an Pflegepersonal. Sie erwartet also nach Ihrer Fortbildung in Berlin ein krisensicherer Job mit Zukunft!

Alternative Wohnformen werden zunehmend staatlich gefördert und ausgebaut. Pflegepersonal wird auch hier dringend gesucht.







viel wenig

Arbeit mit Menschen

Kreative Arbeit

Verwaltung & Planung

Körperliche Arbeit

Neugier & Einsatz

Pflegehelfer*in

Fortbildung
Dauer: 20 Wochen, inkl. 5 Wochen Praktikum

Mehr Informationen zum Berufsbild

Als Pflegehelfer*in gehen Sie z.B. in Betreuungseinrichtungen oder ähnlichen Institutionen den Pflegern zur Hand und versuchen den Pflegebedürftigen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.

Sie kennen sich aus mit den Grundzügen der Krankenpflege und Hygiene in Krankenhäusern, Praxen und Privathaushalten.

Geduld, Einfühlungsvermögen, eine gute Beobachtungsgabe, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit sind wichtige Voraussetzungen, um in der Pflege tätig sein zu können.

Sie stehen als Pflegehelfer*in im ständigem Kontakt mit den Pflegebedürftigen. Eine gewisse Offenheit und Toleranz sind für den Job unabdingbar, genauso wie Stressresistenz. Denn eines ist sicher: Als Pflegehelfer*in wird Ihnen auf der Arbeit niemals langweilig.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten werde ich übernehmen?

In erster Linie sind Sie als Pflegehelfer*in für die Pflege und Betreuung hilfsbedürftiger Menschen zuständig. Sie unterstützen bei allen Maßnahmen und sorgen für Sauberkeit und Hygiene.

  • Immer mit dabei!

Arbeiten Sie in einer Einrichtung wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen, sind Sie unverzichtbar und stehen dem examinierten Pflegepersonal stets mit Rat und Tat zur Seite. Dies beginnt bei der Aufnahme des Patienten, bei der Sie zum Beispiel den pflegerischen Aufnahmebogen ausfüllen und den Patienten die Räumlichkeiten und Einrichtungen zeigen.

Prinzipiell unterstützen Pflegehelfer*innen bei allen allgemeinpflegerischen Aufgaben. Hierzu zählt zum Beispiel: Das Helfen beim Waschen, An- und Auskleiden, bei der Nahrungsaufnahme und die Versorgung von bettlägerigen Patienten. Auch kleinere ärztliche Behandlungen, wie Blutdruck und Puls messen, gehören zu diesem Beruf dazu.

Doch die Pflege ist nicht alles. So übernehmen Pflegehelfer*innen auch die Freizeitgestaltung und fördern die Mobilität und Beweglichkeit der Patienten. Die Maßnahmen, die Sie durchführen, dokumentieren Sie in Protokollen. Viele Pflegehelfer*innen sind auch in Privathaushalten tätig, wo sie sich zusätzlich z.B. um die Wäsche kümmern.

Viele Pflegehelfer*innen sind auch in Privathaushalten tätig. Dort übernehmen sie teilweise zusätzlich auch noch haushaltsnahe Arbeiten wie das Wäsche waschen oder bügeln, wenn die pflegebedürftige Person dazu nicht mehr in der Lage ist.

  • Hygiene und Herausforderungen

Als Pflegehelfer*in müssen Sie damit rechnen, tagtäglich ans Limit zu gelangen. Der Alltag kann schnell stressig sein. Häufig werden Sie mit Exkrementen und Ausscheidungen, z.B. beim Waschen der Patienten, konfrontiert. Dennoch achten Sie immer auf Hygiene und Sauberkeit.

Ihr Wissen darüber setzen Sie in Behandlungsräumen oder auch Privathaushalten ein. So achten Sie auch darauf, dass medizinische Instrumente sauber und sterilisiert sind.

Mit welchen Arbeitsmitteln und Gegenständen werde ich arbeiten?

  • Medizinische Geräte und Instrumente, Medizinprodukte, z.B. Inhalationsgeräte, Fieberthermometer, Blutdruckmessgeräte, Sterilisatoren, Desinfektionsmittel
  • Medikamente, Pflegehilfsmittel und Zubehör, z.B. Verbände, Wickel, Umschläge, Hilfsmittel zur Dekubitus Prophylaxe, Körperpuder, Seife, Salben, medizinische Bäder, Bettschüsseln, Urinflaschen, Stoma beutel, Katheter, Körperpflegeutensilien, Warmhalteboxen, Geschirrwagen
  • Büroausstattung, Mobilgeräte und Unterlagen, z.B. PC mit Pflegesoftware, Krankenblätter, Patientenakten, Arbeits- und Hygienevorschriften

Wo werde ich eingesetzt?

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer*innen finden Beschäftigung

  • in Krankenhäusern, Kliniken, Facharztpraxen und Gesundheitszentren
  • in Altenwohn- und -pflegeheimen
  • in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung
  • in Einrichtungen der Kurzzeitpflege
  • bei ambulanten sozialen Diensten

Branchen im Einzelnen

Gesundheitswesen

  • Krankenhäuser, z.B. Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
  • Arztpraxen für Allgemeinmedizin
  • Facharztpraxen
  • Sonstige selbstständige Tätigkeiten im Gesundheitswesen, z.B. Krankentransport- und Rettungsdienste

Sozialwesen

  • Altenheime; Alten- und Behindertenwohnheime
  • Pflegeheime
  • Ambulante soziale Dienste
  • Sonstige Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime), z.B. Einrichtungen für die Kurzzeitpflege, Hospize
  • Sonstiges Sozialwesen a. n. g., hier: Organisationen der freien Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe

Tätigkeiten im Einzelnen

  • Patienten betten und lagern
  • bei Körperpflegemaßnahmen helfen oder solche durchführen, z.B. waschen, Bettpfanne reichen
  • Essen verteilen, bewegungseingeschränkten Patienten bei der Nahrungsaufnahme helfen
  • Patienten zu Untersuchungen und Behandlungsmaßnahmen begleiten oder befördern
  • Puls, Temperatur, Blutdruck, Atmung beobachten und kontrollieren
  • bei Patienten mit Migrationshintergrund auf spezielle Bedürfnisse und kulturelle Besonderheiten achten
  • Eisbeutel, Wärmflaschen, Umschläge verabreichen
  • Inhalationen und medizinische Bäder vorbereiten
  • Rotlichtbestrahlungen durchführen
  • einfache ärztliche Anweisungen und Verordnungen ausführen, z.B. Salben einreiben, Augentropfen verabreichen oder Einläufe vorbereiten
  • vorbeugende Maßnahmen durchführen, z.B. Gliedmaßen in Funktionsstellung lagern, bei der Mobilisierung bettlägeriger Patienten helfen, etwa bei Bewegungsübungen oder Aufstehversuchen
  • beim Vorbereiten und Durchführen diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen helfen
  • bei der Pflege Sterbender helfen, z.B. Maßnahmen zur Atemerleichterung durchführen, Mundschleimhäute feucht halten, bei der Versorgung Verstorbener mitwirken
  • bei der Pflege in besonderen Bereichen helfen, z.B. in der Chirurgie, der Wochenpflege, der Geriatrie oder der Infektionsabteilung
  • Pflegeutensilien reinigen, desinfizieren und aufräumen
  • Betten abziehen und beziehen
  • für Sauberkeit in der näheren Umgebung der Patienten sowie in allen für die Pflege wichtigen Bereichen sorgen
  • bei Patientenbeobachtung und Berichterstattung helfen
  • bei Aufnahme, Verlegung und Entlassung von Patienten helfen
  • Nachtwachen unter Aufsicht von Gesundheits- und Krankenpflegern/-pflegerinnen durchführen

Quelle: BERUFENET

Nicht das, was Sie gesucht haben?

Nutzen Sie unseren Kursfilter, um das für Sie passende Bildungsangebot zu finden.