Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r

Beatrice Jaeschke Bildungsberatung / Lehrgangskoordination

Arbeitsmarktperspektive

Als ausgebildete*r Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r sind Ihre Chancen am Arbeitsmarkt hervorragend, denn in der Gesundheitsbranche sind Sie sehr vielseitig einsetzbar. Einen Arbeitsplatz finden Sie nicht nur in Zahnmedizinischen Einrichtungen, wie Praxen und Kliniken der Zahnmedizin oder Kieferorthopädie, sondern auch bei Gesundheitsämtern oder Krankenkassen.

Ihre Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitssektor sind vielfältig und bieten Herausforderung, Anerkennung und Abwechslung.







viel wenig

Arbeit mit Menschen

Kreative Arbeit

Verwaltung & Planung

Körperliche Arbeit

Neugier & Einsatz

Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r ZÄK

Umschulung
Dauer: 24 Monate
Abschluss: ZÄK-Abschluss

Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r ZÄK

Prüfungsvorbereitung
Dauer: 1 Monat

Einstieg individuell nach Vorkenntnissen möglich.

Voraussetzungen und Perspektiven

Was wird von mir erwartet?

Während der Arbeit als Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r werden sie mit vielfältigen Aufgaben konfrontiert. Sie sind in der Lage dazu flexibel zu wechseln zwischen der aktiven Betreuung von Patienten, z.B. der Terminvereinbarung, und der Assistenz während der tatsächlichen zahnärztlichen Behandlung. Sie haben also keine Scheu mit Menschen in Kontakt zu treten und sich auf deren persönliche Situation einzulassen, ebenso wie deren Krankengeschichte gegenüber aufgeschlossen zu sein.

Im Alltag sind sie nicht nur Assistenz des Zahnarztes während verschiedener Behandlungen. Sie sind der Organisator und Motor der Praxis. Verwaltende Tätigkeiten, wie das Erstellen von Abrechnungen oder die Aufnahme neuer Patienten min die Kartei gehen Ihnen leicht von der Hand.

In der tatsächlichen Behandlung sind sie fingerfertig, zum Beispiel bei der Anfertigung von Kauschienen, und haben keine Bedenken vor physischem Kontakt mit dem Patienten, zum Beispiel während einer Zahnreinigung.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten werde ich übernehmen?

Das Herz der Praxis

Als Zahnmedizinsche*r Fachangestellte*r sind Sie das Herzstück der Praxis. Mit ihrer Ankuft am Morgen startet der Betrieb, denn Sie sorgen für einen perfekt getakteten Ablauf. Ihr Aufgabenbereich erstreckt sich dabei vom Empfang bis ins Behandlungszimmer.

Sie empfangen die Patienten, betreuen und beraten sie gegebenenfalls. So ist es an Ihnen Patienten über die Möglichkeiten der Zahnmedizin zu informieren, zum Beispiel über Bleachings oder Versiegelungen. Dabei unterstützen Sie Patienten entsprechend Ihrer persönlichen Bedürfnisse, indem Sie zum Beispiel Kostenpläne erstellen oder einen indivduellen Behandlungsplan erarbeiten. Im Behandlungszimmer bereiten Sie alle Instrumente und Materialien vor, die der Zahnarzt benötigt. Über die entsprechenden Bohrer, Spiegel, Watteröllchen bis hin zum Modellieren von Kauschienen.

Das Gehirn der Praxis

Sie organisieren den täglichen Praxisablauf vom Empfang aus und betreuen den Kunden von dem Moment an, da er die Praxis betritt bis er sie wieder verlässt. Sie repräsentieren vor allem im Kundenkontakt das Image des Betriebes wieder. Ein freundliches, höfliches aber diskretes Auftreten ist Ihnen zu eigen. So gehören der Empfang des Patienten, das Einlesen von Chipkarten, Erstellung von Bescheinigungen und das Stempeln der Bonushefte zu ihrem Alltag. Genauso benötigen Sie kaufmännische Fertigkeiten zum Erfassen der erbrachten Behandlungsleistung, der Aufsetzung von Abrechnungen mit Laboren, Krankenkassen oder die Handhabe von Privatpatienten.

Sie arbeiten hierbei mit spezieller Computersoftware, die auf die Organisation des Praxisbetriebes zugeschnitten ist.

Sorgfalt und Selbstständigkeit

Während der Behandlung steht eine Sorgfalt an oberster Stelle. Dies betrifft sowohl die einzuhaltenden Hygienevorschriften, als auch die assistierenden Aufgaben. So tragen Sie, genau wie der Zahnarzt, während der Behandlung Mundschutz und Handschuhe und gehen vorsichtig und sorgfältig mit Geräten, wie dem Speichel- und Wasserabsauger, um.

Einige Aufgaben in der Praxis können Sie als Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r selbstständig durchführen. Dazu gehören zum Beispiel die Durchführung von Prophylaxe-untersuchungen, Zahnsteinentfernungen oder Zahnpolituren. Mit dem Erwerb entsprechender Bescheinigungen sind Sie dazu in der Lage Gebissaufnahmen oder intraorale Scans durchzuführen. Nach abgeschlossener Behandlung sortieren, reinigen und desinfizieren Sie die benutzen Instrumente, sodass das Behandlungszimmer für den nächsten Kunden bereit ist. Auch wenn dieser die Praxis bereits verlassen hat, fallen Aufgaben an, die in Ihren Zuständigkeitsbereichen liegen. So müssen immer wieder Laborberichte erstellt werden, Gebissabdrücke angefertigt werden oder Modellierungen am Computer mit CAD- oder CAM-Software.

Mit welchen Arbeitsmitteln und Gegenständen werde ich arbeiten?

Nebst verwaltender Tätigkeiten ist der elementare Bestandteil der Arbeit als Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r die Assistenz bei zahnmedizinischen Behandlungen. Hierbei benutzen Sie folgende Arbeitsmittel:

  • Medizinische Geräte und Instrumente, Medizinprodukte, z.B.: Behandlungsterminals, digitale Messgeräte, Absauggeräte, Zangen, Säge-, Schleif-, Polier-, Bohr-, Fräsaufsätze, Röntgengeräte, Sterilisatoren; ggf. Computer mit CAD – und CAM -Systemen, 3-D-Drucker, 3-D-Röntgengeräte
  • Medikamente, Pflegehilfsmittel und Zubehör, z.B.: Spritzen, Tamponade, Verbände, Tupfer, Desinfektionsmittel, Bleischürzen
  • Unterlagen, z.B.: Krankenblätter, elektronische Patientenakten, Vordrucke für Rezepte, medizinische Klassifikationssysteme, Kodierrichtlinien
  • Erzeugnisse, z.B.: Gipsmodelle, ggf. individuelle Löffel, Provisorien, Schienen
  • Büroausstattung, z.B.: PC, Telefon, Fax, Drucker, Kartenlesegeräte

Wo werde ich eingesetzt?

Zahnmedizinische Fachangestellte sind im Gesundheitswesen vielseitig einsetzbar, zum Beispiel in:

  • Zahnarztpraxen
  • Krankenhäuser, z.B. Zahn-, Mund- und Kieferkliniken
  • Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, Fachakademien
  • Universitäten, z.B. Zentren für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
  • Öffentliche Verwaltung
  • den Gebieten Gesundheitswesen, Bildung, Kultur und Sozialwesen, z.B. Gesundheitsämter

Tätigkeiten im Einzelnen

  • Terminkalender und Bestellbücher führen
  • Termine vereinbaren
  • Praxisräume vorbereiten und Patientenakten bereitstellen
  • Patienten empfangen
  • Prophylaxemaßnahmen durchführen
  • auf zahnärztliche Anweisung ärztliche Verordnungen ausgeben
  • Patienten über Maßnahmen nach der Behandlung, Behandlungsalternativen sowie kostenpflichtige Zusatzleistungen wie professionelle Zahnreinigungen, Versiegelungen oder Bleachings beraten
  • Instrumente, Nadeln, Nahtmaterial und andere Hilfsmittel für die Behandlung zurechtlegen
  • Füllungs- und Abformmaterialien bereitstellen und anrühren
  • bei Behandlungsmaßnahmen Hilfe leisten, Geräte zum Absaugen von Speichel, Bohrstaub oder Kühlwasser bedienen
  • Instrumente, Füllungs- oder Abformmassen, Nahtmaterial u.a. Hilfsmittel zureichen
  • Röntgenaufnahmen des ganzen Gebisses oder einzelner Zähne unter Beachtung der Strahlenschutzvorschriften anfertigen
  • Röntgenbilder entwickeln, kennzeichnen und vorschriftsmäßig aufbewahren; digitale Röntgenbilder am PC aufbereiten
  • in Notfallsituationen, z.B. bei Nachblutungen, Ohnmacht, Kollaps, Schock von Patienten, assistieren und Hilfe leisten
  • nach der Behandlung den Behandlungsplatz aufräumen, säubern und desinfizieren
  • Behandlungsabläufe dokumentieren
  • Patientenakten führen, erbrachte zahnärztliche Leistungen erfassen
  • Zusammenarbeit mit Dentaldepots und Dentallabors abwickeln, Praxismaterial bestellen
  • Aufträge für zahntechnische Labors auf Weisung vergeben, Unterlagen einschließlich der Kiefer-, Gebissabformungen versenden
  • Liefertermine und Eingänge überwachen, Rechnungen prüfen, Mängelrügen erstellen
  • Behandlungspläne sowie Heil- und Kostenpläne nach Angaben des Zahnarztes/der Zahnärztin ausfüllen
  • Privatrechnungen ausstellen, den Eingang von Behandlungsausweisen und Privathonoraren überwachen, ggf. Mahnverfahren einleiten
  • mit Versicherungsträgern abrechnen
  • Zahlungsverkehr abwickeln
  • Schriftverkehr erledigen

z.B. Ausgießen von Abformungen in Gips, Herstellen von individuellen Löffeln, Provisorien und Schienen

Quelle: BERUFENET

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