Unsere Azubis für Sozialassistenz unterwegs in der Welt des Glaubens
8 Grad, Nieselregen und eine 3,5-stündige Zugfahrt. Was sich nach einem eher ungemütlichen Schulausflug anhört, wurde für unsere Azubis im dritten Ausbildungsjahr der Sozialassistenz zu einem bewegenden Lernerlebnis. Im Rahmen des Projekts „Unterwegs in der Welt des Glaubens“ begaben sie sich auf Spurensuche: Wie leben Menschen heute ihren Glauben? Was bedeutet Berufung? Und wie sieht ein Leben im Kloster wirklich aus?
Interreligiöser Dialog in Aktion
In den Wochen zuvor hatten unsere Schüler*innen eigene Workshops zu den drei großen monotheistischen Weltreligionen, Christentum, Islam und Judentum, entwickelt und durchgeführt. Ergänzt wurden diese durch Besuche in konfessionellen Kitas, in denen Kinder verschiedener Glaubensrichtungen betreut werden.
Klosterbesuch in Heilbad Heiligenstadt
Höhepunkt war der Besuch des Bergklosters Heiligenstadt. Bereits am Bahnhof wurden die Azubis herzlich von Schwester Maria Magdalena empfangen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit ihr und Schwester Theresia erhielten sie spannende Einblicke in die Arbeit des Ordens der Heiligen Maria Magdalena Postel. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ländern wie Bolivien, Brasilien oder Rumänien setzen die Nonnen sich sozial ein.
Besonders eindrucksvoll war der offene Dialog: Unsere Schüler*innen stellten spannende, ehrliche Fragen über Liebe, Verzicht, Zweifel und das Ordensleben.
- „Was passiert, wenn Sie sich verlieben?“
- „Haben Sie Ihre Entscheidung je bereut?“
- „Warum dürfen Sie nichts besitzen?“
Diese und viele weitere Fragen zeigten, wie interessiert und reflektiert unsere Schüler*innen sich mit dem Thema auseinandersetzten.
Lernen durch Weltoffenheit und Neugier
Der Ausflug war mehr als ein Projekttag, er war ein echtes Begegnungslernen. Er hat Horizonte erweitert, Klischees hinterfragt und gezeigt, wie wichtig persönliche Erfahrungen für die soziale und berufliche Bildung sind. Ganz gleich, bei welchem Wetter.
