Sozialassistent*in – Berufsbild

Stefan Carl Bildungsberatung / Lehrgangskoordination

Arbeitsmarktperspektive

Mit einem Abschluss als Sozialassistent*in bieten sich einem vielfältige berufliche Einsatzmöglichkeiten. Sie finden Arbeit in Wohnheimen für alte und junge Menschen, in Kindergärten sowie in Einrichtungen zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung.

Besonders in der Pflege und Erziehung herrscht in Deutschland großer Fachkräftemangel. Ihre Aussichten schnell in den Beruf einzusteigen sind hervorragend!







viel wenig

Arbeit mit Menschen

Kreative Arbeit

Verwaltung & Planung

Körperliche Arbeit

Neugier & Einsatz

Sozialassistent*in (staatlich anerkannt)

Ausbildung
Dauer: 24 Monate, inkl. 3 Praktika (1 Orientierungspraktikum à 7-8 Wochen und 2 Vertiefungspraktika mit jeweils 11 Wochen)
Abschluss: staatlich anerkannt

Voraussetzungen und Perspektiven

Was wird von mir erwartet?

Die Kernkompetenz im Beruf des*der Sozialassistent*in ist die Fähigkeit anderer Menschen Bedürfnisse zu spüren und sich um diese kümmern, wenn die Personen, die sie betreuen nicht alleine dazu in der Lage sind.

Arbeiten Sie zum Beispiel in der ambulanten Wohnbetreuung, unterstützen Sie pflegebedürftige Menschen bei ihrer kompletten Haushaltsführung. Dazu gehört die Instandhaltung des Wohnortes oder die Beschaffung notwendiger Gegenstände für den Haushalt, wenn etwas zu Bruch geht.

Genauso planen Sie die Einkäufe, führen sie aus und bereiten Speisen zu und achten dabei besonders auf eine ausgewogene Ernährung. Sie beraten die Personen hinsichtlich der Diätetik, also eines gesunden Lebensstils, der Krankheiten und Pflegeursachen entgegenwirkt und Linderung verspricht. Je nach den Bedürfnissen der Menschen helfen Sie Ihnen bei der Grundpflege und grundlegender Hygiene.

Was ein hilfe- oder/und pflegebedürftiger Mensch von Ihnen an Hilfe und Unterstützung benötigt, kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Es ist Ihre große Stärke als Sozialassistent*in diese Bedürfnisse zu spüren und sie zu erfüllen. Hierbei wahren Sie die Balance zwischen beruflicher und menschlicher Nähe.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten werde ich übernehmen?

In der Familie

Werden Sie als Sozialassistent*in in einer Familie eingesetzt, sind Sie zeitweise hauptverantwortlich für die Führung des Privathaushaltes.

Dies wird notwendig, wenn die Hausfrau oder der Hausmann zum Beispiel durch die Teilnahme an Reha- oder Kurmaßnahmen längere Zeit nicht im Haushalt tätig sein kann. In diesem Fall sind Sie zuständig für die anderen Familienmitglieder und kümmern sich um den Haushalt.

Sie kochen, putzen, kaufen ein und Sorgen für einen geregelten Tagesablauf. Leben schulpflichtige Kinder in dem Haushalt, unterstützen Sie diese bei den Hausaufgaben und der Freizeitgestaltung. Darüber hinaus kümmern Sie sich um pflegebedürftige oder bettlägerige Mitglieder der Familie.

In Jugendeinrichtungen

In der Jugendarbeit kümmern Sie sich als Sozialassistent*in zum Beispiel um verhaltensauffällige Jugendliche. Auch hier haben Sie einen pädagogischen Auftrag, den Sie mit ausüben. So beraten Sie die Jugendlichen in Schulangelegenheiten, Familienproblemen oder anderweitig gelagerten Hürden im Leben. Gemeinsam entwickeln Sie Konzepte zur Förderung und Gestaltung des Lebenswegs und planen Veranstaltungen wie Partys oder Konzerte.

In der Pflege

Arbeiten Sie als Sozialassistent*in in einer Pflegeeinrichtung, betreuen Sie kranke und pflegebedürftige Menschen sowie Senioren und Menschen mit Behinderungen. Sie nehmen ihnen alltägliche Tätigkeiten ab, die sie selbst nicht mehr ausführen können und stehen ihnen in besonderen Entscheidungssituationen mit Rat und Tat zur Seite. Sie unterstützen bei der Freizeitgestaltung und bei der Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten.

Helfen Sie Menschen mit Behinderungen in betreuten Wohneinrichtungen oder Heimen, nehmen Sie eine pädagogisch-anleitende Rolle ein. Als Sozialassistent*in unterstützen Sie die Tätigkeiten von Erzieher*innen, Altenpfleger*innen, Krankenpfleger*innen oder Heilerziehungspfleger*innen.

Des Weiteren helfen Sie bei der grundlegenden körperlichen Hygiene und bei der An- und Auskleide. Sind Ihre Patienten bettlägerig, ist der korrekte medizinische Umgang, wie zum Beispiel die Lagerung und Umlagerung, mit ihnen essentiell wichtig.

Prinzipiell fördern und fordern Sie als Sozialassistent*in motorische Bewegungsabläufe, wie zum Beispiel den Umgang mit einer neuen Gehhilfe bei Senioren oder Menschen mit Behinderung. Sie begleiten die Personen bei Arztbesuchen, Spaziergängen oder der Ausübung von sozialen Kontakten.

Sie sind nicht nur für das physische, sondern auch das psychische Wohl der Ihnen anvertrauten Menschen mitverantwortlich.

Mit welchen Arbeitsmitteln und Gegenständen werde ich arbeiten?

In Ihrem Beruf als Sozialassistent*in haben Sie mit verschiedenen Geräten (Koch- und Putzutensilien) des Alltags zu tun. Genauso sind Sie vertraut mit medizinischen und Pflegeprodukten.

  • Instrumente, Geräte und Zubehör, z.B.: Koch-, Küchen- und Haushaltsgeräte, Spielgeräte, Mal- und Bastelmaterialien, Reinigungs- und Desinfektionsmittel
  • Medizinprodukte und Pflegehilfsmittel, z.B.: Lagerungshilfen, Stützkissen, Fieberthermometer, Wasch- und Pflegeutensilien, Bettschüsseln, Hautpflegemittel, Salben, Puder, Verbände
  • Unterlagen, z.B.: Haushaltsbücher, ärztliche Verordnungen, Förderungskonzepte
  • Büroausstattung, z.B.: PC, Internet, Telefon, Fax, Terminkalender

Wo werde ich eingesetzt?

Sozialassistenten und -assistentinnen finden Beschäftigung

  • in Wohn- und Pflegeheimen für betreuungsbedürftige Menschen
  • in Einrichtungen zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderung
  • bei ambulanten sozialen Diensten
  • in Kindergärten und -horten
  • in Privathaushalten betreuungsbedürftiger Personen

Das Video zum Beruf Sozialassistent*in

Lernen Sie den Berufsalltag von Sozialassistent*innen kennen:

Tätigkeiten im Einzelnen

  • bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden sowie beim Toilettengang unterstützen
  • beim Betten und Lagern mithelfen
  • bei der Prophylaxe von Zweiterkrankungen mithelfen
  • bei der Nahrungsaufnahme unterstützen
  • Bewegungsabläufe unterstützen und fördern
  • Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen ausführen
  • bei der Beobachtung des Gesundheitszustandes mithelfen
  • bei der Durchführung einfacher ärztlicher Verordnungen mithelfen
  • im Haushalt selbstständig und eigenverantwortlich Tagesabläufe planen, Einkäufe erledigen, Haushaltsbudgets einhalten
  • Familienangehörige betreuen, insbesondere Kinder, z.B. bei den Hausaufgaben helfen
  • hauswirtschaftliche Aufgaben wie z.B. Putzen, Kochen, Abspülen erledigen
  • Freizeitaktivitäten organisieren, zu Beschäftigungen anregen
  • kranke Menschen oder alte Familienangehörige pflegen
  • Jugendliche beraten, z.B. in Schul- oder Berufsangelegenheiten
  • Konzepte zur Förderung und Integration entwickeln
  • Veranstaltungen verschiedener Art organisieren

Quelle: BERUFENET

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